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Klimaschutz - warum?

Extreme Sommer, Gletscherschmelze, Meeresspiegelanstieg – Grund dafür ist der vom Menschen verursachte und stetig ansteigende Ausstoß der Treibhausgase – insbesondere des Kohlendioxids (CO2). Die Vereinten Nationen prognostizieren in ihrem neuesten Bericht einen globalen Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 von 4°C, im schlimmsten Fall sogar bis zu 6,4°C. Der Weltklimabericht warnt die Menschheit vor katastrophalen Folgen, sollte der Treibhausgas-Ausstoß nicht radikal begrenzt werden. Bereits eine Erwärmung von drei Grad bis zum Jahr 2100 würde das Festlandeis Grönlands vollständig abschmelzen lassen – mit katastrophalen Folgen für die Küstengebiete der Welt. Vor diesem Hintergrund leistet der Katholikentag einen richtungsweisenden Beitrag zum Klimaschutz.

Der Klimaschutzbericht des UN-Klimarats

Klimaschwankungen sind in der Erdgeschichte nicht neu. Frühere Klimaänderungen gingen aber so langsam vor sich, dass Tiere und Pflanzen genug Zeit hatten, sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Heute sind wir mit einer sehr schnellen Erwärmung konfrontiert. In dem jüngsten Bericht des UN-Klimarats vom Februar 2007, stellen die Wissenschaftler fest, dass Menschen die Hauptverursacher des Temperaturanstieges seit Mitte der 1950er sind. (Anthropogener Ausstoß von Treibhausgasen) Weltweit ist die Durchschnittstemperatur in den letzten 100 Jahren schon um etwa 0,74 Grad Celsius gestiegen, und die UN-Klimaforscher halten einen Temperaturanstieg weltweit zwischen 1,4-5,8°C Grad Celsius bis 2100 für möglich, mit katastrophalen Folgen vor allem für die ärmsten Erdregionen. Der Grund für die Erwärmung ist unsere moderne Lebensweise in der Industriegesellschaft. Die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl, die Abholzung von Wäldern und der stetig zunehmende Flugverkehr verursachen hohe Treibhausgasemissionen und belasten das Klima.

Zu den gesellschaftlichen kommen die wirtschaftlichen Folgen

Eine im Januar dieses Jahres veröffentlichte Studie der EU-Kommission warnt in diesem Zusammenhang vor einer dramatisch steigenden Zahl der Hitze- und Kältetoten, die sich um bis zu 36.000 beziehungsweise 86.000 Menschen erhöhen würde, sollte sich das globale Klima bis zum Jahr 2071 im Durchschnitt um 2,2 oder sogar 3 Grad Celsius im Vergleich zu 1990 erwärmen. Ebenso wird die ökonomische Relevanz der Erderwärmung immer deutlicher und die wirtschaftlichen Risiken werden immer konkreter: die Folgen eines Nichthandelns gegen den Klimawandel könnten zu ökonomischen Einbußen in Höhe von mindestens fünf Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes führen, wie es die kürzliche veröffentlichte Studie des britischen Regierungsberaters Sir Nicholas Stern belegt.

Die Klimaexperten sind sich einig, dass allein die Einhaltung der globalen Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls nicht ausreichen wird, den Klimawandel aufzuhalten. Die Förderung freiwilliger Klimaschutzaktivitäten stellt somit einen wichtiger Pfeiler für den nationalen und internationalen Klimaschutz dar.

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