Leitlinien für die umweltfreundliche Gestaltung des 97. Deutschen Katholikentags 2008 in Osnabrück

1. Wir sorgen für eine umweltfreundliche Gestaltung des 97. Deutschen Katholikentags 2008

Der Katholikentag 2008 ist ein in dieser Form einmaliges Ereignis, zu dem mehrere Zehntausend Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Osnabrück kommen. Mit ihm sind hohe Aufwendungen, auch erhebliche Umweltbelastungen verbunden. Daher wissen wir uns der Nachhaltigkeit besonders verpflichtet. Mit einer möglichst umweltfreundlichen Gestaltung des Katholikentags bezeugen wir unsere Mitverantwortung für die Zukunft der Schöpfung und für die Lebenschancen aller Menschen in der Einen Welt und regen durch vorbildliches Handeln zur Nachahmung an.

2. Wir handeln aus Verantwortung für Gottes Schöpfung

Gott hat uns Menschen die Erde anvertraut, sie zu bebauen und zu behüten (Gen 2,15) und sich um die Entwicklung der Schöpfung zu kümmern. Als Christen begreifen wir Leben und Welt als Gabe Gottes und als Aufgabe. Daher können wir nicht zulassen, dass mit den Gütern der Erde verantwortungslos und ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Generationen umgegangen wird. Aus Verantwortung vor Gott, gegenüber den Mitmenschen, besonders den Benachteiligten sowie gegenüber kommenden Generationen, bemühen wir uns um einen solidarischen, nachhaltigen Lebensstil.

3. Wir wirtschaften umweltgerecht und sozialverträglich

Wir streben bei allen Maßnahmen - insbesondere in der Büroorganisation, bei der Eröffnungsveranstaltung, den nahezu 1000 Einzelveranstaltungen und dem Hauptgottesdienst auf der Osnabrücker Illoshöhe - die Lösungen an, welche die Umwelt am wenigsten belasten und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Dem schonenden Umgang mit Rohstoffen und Energie kommt dabei besondere Bedeutung zu. Wir arbeiten kontinuierlich an der Vermeidung bzw. Verringerung von Belastungen und Gefahren für die Umwelt.

Wir verpflichten uns, alle umweltrelevanten Auflagen, Gesetze und Vorschriften zu beachten und einzuhalten. Darüber hinaus setzen wir die bestverfügbare umweltschonende Technik ein, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Wir bevorzugen umweltfreundliche und ökofaire Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie – wo möglich - Waren aus dem fairen Handel. Bei der Auswahl unserer Geschäftspartner berücksichtigen wir ökologische und soziale Standards.

4. Wir handeln systematisch durch gezielte Maßnahmen

Wir bauen einen Maßnahmenkatalog nach den Vorgaben des Klimaneutralen Katholikentags auf mit dem Ziel, unsere Umweltleistung schrittweise, aber konsequent zu verbessern. Wir fördern nachhaltiges Denken und aktive Beteiligung aller, die als Mitarbeitende und Freiwillige Aufgaben übernehmen bei der Vorbereitung und Durchführung des Katholikentags. Wir motivieren dazu, Vorschläge einzubringen, die dem Ziel einer umweltgerechten Gestaltung des Katholikentags dienen.

5. Wir pflegen den Dialog

Wir informieren die Öffentlichkeit über die Erfolge und Fortschritte beim Bestreben, umweltgerecht und nachhaltig zu handeln, legen aber auch die Grenzen und unumgänglichen Kompromisse offen. Wir lassen uns durch einen Umweltbeirat beraten, suchen und pflegen die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, kommunalen Behörden, Fachverbänden und kirchlichen Einrichtungen. Für Beratung und Unterstützung, für Anregungen und konstruktive Kritik sind wir aufgeschlossen und wissen uns darauf angewiesen.

6. Wir ermutigen andere zur Schöpfungsbewahrung

Durch die umweltfreundliche Gestaltung der Geschäftsstelle und des Katholikentags setzen wir ein Zeichen für andere. Wir regen andere Unternehmen und Organisatoren von Großveranstaltungen aber auch Pfarreien zur Nachahmung an. Durch Katholikentagsveranstaltungen zum Thema Umwelt, durch das ökofaire Frühstück in den Gemeinschaftsquartieren, durch eine Klimaralley, durch geistliche Impulse und praktische Hinweise, durch das erlebte Vorbild und Öffentlichkeitsarbeit ermutigen wir die Teilnehmer, auch zuhause durch ihr Zeugnis in Wort und Tat zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.

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